Positionierung erarbeiten im eigenen Business

Wenn du daran denkst, deine Positionierung erarbeiten, festlegen oder finden zu müssen, klingt das ganz schön anstrengend für dich?
Eine kleine Stimme in deinem Kopf flüstert: „Kein Bock…“ und doch ist dir eins klar: Es ist wohl irgendwie wichtig, sonst wäre es nicht so ein großes Thema beim Businessaufbau.

Sehen wir es mal so: Cool! Du bist hier und möchtest dich mit deiner Positionierung beschäftigen. Ein wichtiger Schritt für dich und deine Selbstständigkeit und deinen Unternehmensaufbau. Vielleicht sogar der wichtigste Schritt überhaupt.

Du fragst dich also, wie du deine Positionierung findest?

Ich muss dich enttäuschen und dir sagen:

Du findest deine Positionierung nicht.
Du wirst deine Positionierung erarbeiten.

Das hört sich kompliziert an?
Keine Bange: Ist es nicht. Ich zeige dir in den folgenden Zeilen genau, wie es geht.

Was ist Positionierung?

Ich nenne die Businesspositionierung auch gern Ausrichtung oder Businessfundament.
Das bedeutet: Du legst fest, wer du bist und wer du nicht bist.

۞ Was macht dich und dein Angebot einzigartig?
۞ Wofür stehst du?
۞ Warum sollen die Menschen da draußen sich für dich entscheiden?

All diese Fragen beantwortest du mit deiner Positionierung. Du schaffst Klarheit und sorgst so dafür, dass deine Wunschkund:innen zu dir finden.

Was du wissen wolltest: Wenn du deine Positionierung nicht definierst, werden es deine Kund:innen für dich tun. Was dabei herauskommt, liegt dann nicht mehr in deiner Hand. Das möchtest du nicht, stimmt’s?

Warum brauche ich überhaupt eine Positionierung?

Warst du schonmal Bogenschießen?

Kleiner Exkurs: Bei meinem Brandshooting war mir wichtig, dass ich mein Thema verkörpere. Embodiment. Sodass die Begriffe, mit denen ich von meinen Kund:innen assoziiert werde, nicht nur leere Begriffe sind, sondern lebendige Bilder.

Was kam mir also in den Sinn? Na klar: Pfeil und Bogen.

Das Bogenschießen gab dem ganzen Fotoshooting einen roten Faden und war außerdem sehr aufregend für mich… Ich hatte ja keine Ahnung, WIE anstrengend es ist, die korrekte Haltung beizubehalten, gleichzeitig die Sehne eines professionellen Bogens zu spannen UND den Fokus auf mein Ziel zu halten. Wow!

Ziel fokussieren beim Bogenschießen

Fokus halten. Ach – das ist ja genau unser Stichwort!

Fragst du dich, was Bogenschießen mit deiner Positionierung zu tun hat?

Ganz einfach: Beim Bogenschießen ist es wichtig, einen sicheren Stand zu haben.
Du richtest deinen Körper aus – positionierst dich.
Ein klares Ziel vor Augen.
Spannst den Bogen und schießt zielsicher einen Pfeil ab.

Stimmt dein Fokus nicht, verpasst du dein Ziel.

Gleiches gilt für dein Business: Du brauchst eine klare Ausrichtung, damit du deine Wunschkund:innen zielsicher erreichst.

Fakt ist: Eine eindeutige Positionierung verschafft dir ein solides Businessfundament.

Wie erarbeite ich meine Positionierung?

Du fragst dich, womit du nur anfangen sollst?
Augen auf: Ich erkläre dir jetzt, wie du deine Positionierung erarbeitest.

Meine klare Empfehlung: Fang bei dir selbst an.
Richte den Blick zunächst auf dich. Denn hinter deinem Business steckst schließlich – ja genau – hinter deinem Business steckst du.

DU machst dein Business aus.

Kurz und knackig: Schau genau hin, was du kannst und was du vermitteln möchtest.
Hast du für dich Klarheit gewonnen? Erst DANN richte den Blick nach Außen, denn:

Innere Klarheit sorgt für äußere Klarheit.

Überraschung: Mit den folgenden 7 Schritten erarbeitest du deine Positionierung im Handumdrehen. Beantworte die Fragen gewissenhaft und erschaffe damit dein Businessfundament. Viel Spaß dabei!

7 Schritte zu deiner klaren Positionierung

 

SCHRITT 1: DEIN WARUM

Am Anfang deiner Positionierung geht es um den Ursprung deiner Businessidee. Du gehst also zurück an die Wurzel deiner Selbstständigkeit und stellst dir folgende Fragen:

۞ Was hat dich dazu bewegt, dieses Business zu gründen?
۞ Wie bist du auf die Idee gekommen?
۞ Warum möchtest du genau DAS tun?

 

SCHRITT 2: DEINE WERTE

Jetzt schaust du, wofür du mit deinem Business stehen möchtest:

۞ Welche persönlichen Werte lebst du?
۞ Und was ist dir für dein Unternehmen wichtig?

Wahrscheinlich gibt es dabei Überschneidungen. Das ist vollkommen ok. Denn du entscheidest. Es ist ja dein Business.

Also: Welche Unternehmenswerte verkörperst du? Und mit anderen Worten: Welche Art von Kund:innen möchtest du anziehen? (Ja – das bedingt sich tatsächlich…)

 

SCHRITT 3: DEINE VISION

Nun lasse deine Businessidee zu einer echten Vision heranwachsen. Stelle dich den folgenden Fragen:

۞ Was sind deine beruflichen und privaten Ziele?
۞ Was ist für dich Erfolg?
۞ Warum möchtest du das erreichen?
۞ Was wünschst du dir für diese Welt?
۞ Wie sieht deine Vision für dein Business aus?

 

SCHRITT 4: DEINE EINZIGARTIGKEIT

Jetzt wird es spannend: Schau genau hin und finde heraus, was dein Unique Selling Point (auch Alleinstellungsmerkmal) ist.

Die gute Nachricht ist: DU bist ein großer Teil deines USP!

۞ Was ist es, das dich und dein Angebot von anderen abhebt?
۞ Was machst du auf deine ganz eigene Art und Weise?

Der Kerngedanke: Was macht dich und dein Business einzigartig?

Hey: Mach dir keinen Kopp, wenn dir jetzt nicht direkt etwas einfällt.
Das geht vielen so! Relax.

Dein USP ist alles, was du mitbringst: Deine Erfahrung, deine Ansicht, dein Sein, dein
Können, deine Ausbildung, deine Einstellung usw.

Wir können gern dazu sprechen, damit du dich sicherer und bestärkt fühlst.
Melde dich einfach und wir finden eine Lösung! Deine Abkürzung zum USP!

 

SCHRITT 5: DEINE ZIELGRUPPE

Nachdem du bis hier hin viel auf dich selbst geschaut hast, richtest du deinen Blick jetzt nach außen.

Frag dich:

۞ Mit wem möchtest du zusammenarbeiten und mit wem nicht?
۞ Warum nicht?

An dieser Stelle kommen deine Werte wieder ins Spiel.
Bsp.: Als Veganerin möchtest du bestimmt nicht für einen Metzger arbeiten, oder?

Definiere die idealen Kund:innen für dich:

۞ Was sind ihre Herausforderungen, Interessen, Wünsche, Ziele
۞ Was ist die Transformation, die diese Personen von dir erhält dank der Dienstleistung oder des Produkts?

Dein Fokus sollte hier weniger auf Alter und Geschlecht liegen, sondern mehr auf Situation und Zielsetzung deiner Zielgruppe.

۞ Für wen bist du?
۞ Wer braucht dich und dein Angebot?
۞ Wem kannst du richtig gut helfen mit dem, was du tust?
۞ Wo ist diese Zielgruppe unterwegs?
۞ Wo kannst du sie ansprechen und erreichen?

Wow! Das waren viele Fragen auf einmal. Aber glaube mir, es lohnt sich, genau hinzusehen.

Um tiefer in deine Zielgruppe einzutauchen, nutze meinen letzten Blogartikel: Wie du deine Zielgruppe definierst.

 

SCHRITT 6: DEIN WETTBEWERB

Ja, du darfst schauen, was andere machen. Finde für dich heraus:

۞ Bietet jemand exakt das gleiche an wie du?
۞ Wie unterscheidet ihr euch vielleicht doch?
۞ Wie sind deine Konkurrenten marketingtechnisch aufgestellt?
۞ Wer aus deinem Bereich rankt bei Google?
۞ Nutzt jemand die gleichen Begriffe wie du?

Meine Erkenntnis: Im Rahmen der Wettbewerbsanalyse kommen dir noch weitere Ideen, wie du dein Angebot so anpassen kannst, dass es sich von deinen Kolleg:innen abhebt.

Hier kommt auch wieder dein USP ins Gespräch. Du merkst schon: Alles greift ineinander.

Die gute Nachricht: Wenn du eine fundierte Keywordrecherche und -analyse machst, lernst du die Kolleg:innen kennen, die bereits auf Google Seite 1 gefunden werden (ranken).
Das gibt dir einen idealen Überblick, wer an welcher (Marketing-)Stelle gut aufgestellt ist. Du stellst außerdem fest, mit welchen Inhalten du sie im Ranking überholen kannst.

Doch das geht schon zu tief rein ins nächste Thema… Mehr zur Keywordrecherche: Klick hier für deine Keywords!

 

SCHRITT 7: DEIN ELEVATOR PITCH

Herzlichen Glückwunsch! Du hast es geschafft und bist beim letzten Schritt angelangt. Super! Formuliere nun deinen Elevator Pitch.

Was das ist? Stell dir vor: Du triffst im Aufzug eine Person, die dich fragt, was du beruflich machst. Die gemeinsame Liftfahrt dauert vermutlich 20 Sekunden oder geringfügig länger.

Der Trick ist: Komm auf den Punkt. Was ist die optimale kurze Zusammenfassung deiner Tätigkeit?

۞ WAS bietest du
۞ FÜR WEN an?
۞ WAS erreicht ihr mit der Zusammenarbeit und
۞ WIE ermöglichst du das?

Also: Wie beschreibst du deine Tätigkeit in einem Satz?

Bsp.: „Ich unterstütze / helfe (Zielgruppe) dabei, (ihr Ziel zu erreichen), damit sie (ihre Schwierigkeiten überwinden und/oder ihren Traum leben können).“

Klingt noch etwas holprig? Sei gnädig mit dir. Die Formulierung, die richtig gut zu dir passt, wird sich entwickeln.

Und weißt du was? Geschafft! Das waren meine 7 Schritte für dich. Das alles zusammen ergibt deine Positionierung.

War gar nicht so schwer, oder?

Fazit

Deine Positionierung ist das Fundament für dein erfolgreiches Business.

Erarbeite dir deine Positionierung und schaffe für dich und deine Zielgruppe Klarheit. Wenn du im Innen klar bist, kommt deine Botschaft auch im Außen – also bei deinen Kund:innen – eindeutig an.

Mit deiner klaren Ausrichtung ziehst du auch zielsicher deine Wunschkund:innen an. Genial!

Welcher der 7 Schritte ist es, der dir noch Schwierigkeiten bereitet? Schreib mir doch gern in die Kommentare – vielleicht hab ich noch den richtigen Anstoß für dich parat.

Alles Liebe,

Brigitte